Fall gelöst: Pimp my Ride
Konflikte lösen mit Mediation - So geht außergerichtliche Streitschlichtung!
Der Fall
Frisch pensioniert und Sommerzeit - unser Versicherungsnehmer fand das den perfekten Start für seinen "ewigen" Urlaub. Deshalb investierte er beim Händler seines Vertrauens 50.000 € in das Wohnmobil seiner Träume: Es wurden alle Details und Sonderwünsche besprochen, besonderen Wert legte er dabei auf Räder mit 16-Zoll-Felgen.
Die Enttäuschung war jedoch sehr groß als der Versicherungsnehmer bei Abholung feststellen musste, dass lediglich 15-Zoll-Felgen die Räder zierten. Auch seitens des TÜVs waren größere Felgen nicht zugelassen.
Der Versicherungsnehmer fühlte sich über den Tisch gezogen. Das Wohnmobil hätte er ohne 16-Zoll-Felgen garnicht erst erworben. Eine Erstattung wolle er nicht und die Möglichkeit neue 16-Zoll-Felgen aufzuziehen hätte die TÜV-Zulassung gefährdet.
Der Kauf entpuppte sich somit als große Enttäuschung und das Vertrauen in den Händler war verloren. Frustriert wandte sich unser Versicherungsnehmer an unseren Rechtsservice und folgte dem Rat zur Mediation.
Die Lösung
Im Rahmen der Mediation wurde festgestellt, dass hier die ein klassischer Fall von Misskommunikation stattgefunden hatte und relevante Informationen nicht korrekt zwischen den Konfliktparteien ausgetauscht wurden.
Bereits zwei Gespräche im Rahmen der Mediation mit der ARAG haben das alte Vertrauen zwischen Versicherungsnehmer und Wohnwagen-Händler wieder herstellen können.
Mit neuen Informationen führte der VN eigenhändig weitere Gespräche mit dem TÜV, dem Felgen-Hersteller und dem Wohnwagenhändler.
Am Ende wurde der Konflikt zufriedenstellend und schneller als erwartet beigelegt: Der Verkäufer bot neben den gewünschten 16-Zoll-Felgen zusätzlich eine Federung für's Wohnmobil an, beides bereits fertig montiert.